290 Millionen für das Triemlispital

Intensität und Dauer einer Debatte im Gemeinderat stehen oft in umgekehrter Relation zum Betrag, um den es dabei geht. Der Rat kann um 50 000 Franken für einen Migrantinnen-Treff einen langen, engagiert geführten Kampf ausfechten. Heute ist es umgekehrt: Die 290 Millionen für das Triemlispital vermögen keine Emotionen zu wecken. Nach kurzer und eher lustloser Debatte wird der Kredit ohne Gegenstimme gutgeheissen.

Gesprächstoff bietet dafür die neue elektronische Abstimmungsanlage. Ihre Möglichkeiten und ihre Grenzen manifestieren sich erst im Lauf der Sitzung; Unruhe und Heiterkeit prägen die Stimmung. Präsidium und Rat kommen mit der Anlage vorerst gut zurecht. Beim Geschäft der Einbürgerungen folgen sich die Abstimmungen im Minutentakt, was dann zu Pannen bei der elektronischen Auszählung führt. Doch auf die guten alten StimmenzählerInnen ist Verlass. Sie übernehmen die Auszählung, so dass die Sitzung doch noch zu einem geordneten und frühen Ende gelangt.

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