Unter diesem Titel hat das Amt für Städtebau, Teil des Hochbaudepartements der Stadt Zürich, einen 25 minütigen Film über die hiesige Baukultur produziert. Heute findet im Filmpodium die Premiere statt; geladen sind Mitarbeitende des HBD, Lokalmedien und die Kommunalpolitik. An wen genau der Film sich richtet, bleibt auch nach der Vorführung ein wenig unklar. Für den Tourismus ist der Film zu einseitig auf die Baukultur ausgelegt, obengenanntes Publikum ist zu klein, um die sicher beträchtlichen Kosten für den Film zu rechtfertigen. Wie dem auch sei: Besuchern und Besucherinnen unserer Stadt, die sich für Städtebau interessieren, steht in den nächsten Jahren ein aktuelles Filmdokument zum Thema zur Verfügung.
Von der Stadt am Fluss zur Stadt am See, vom Murer-Stadtplan und den Zunfthäusern bis zu MFO-Park, Stadion Letzigrund und Prime-Tower wird die bauliche Entwicklung Zürichs aufgezeigt. Der Film ist wie sein Inhalt, die Stadt Zürich eben, von hoher handwerklicher Qualität aber nicht wirklich spektakulär. Die Sequenz mit dem neuen Kongresshaus kann man im Juni dann noch raus schneiden, nur um aktuell zu bleiben, meine ich.
In der anschliessend Talkrunde wird Bauvorsteherin Kathrin Martelli mit dem alten Bonmot konfrontiert, in Zürich brauche man zum Bauen einen schlechten Architekten und einen guten Anwalt. Sie erwidert darauf, es brauche immer noch beide, aber auch der Architekt müsse heutzutage gut sein. Sie vermisst in Zürich einen architektonischen Wurf; so etwas wie die “Gurke” in London, das fehle Zürich. Ich würde die selben Worte brauchen, aber anders intonieren: So etwas hat Zürich gerade noch gefehlt!
Der gut gemachte Film Film kann übrigens auf DVD unter www.stadt-zuerich.ch/hochbau im Internet bestellt werden.

