Vertagt wird die Behandlung eines Postulates von Iris Bischof (SP), die das Trottoir zwischen Bockhornstrasse und Hallerweg gegen Autoverkehr sichern will. Der Vorgang ist an und für sich nicht besonders bemerkenswert, witzig ist aber die Feststellung eines grünen Fraktionskollegen, es handle sich dabei um ein Pfostulat.
Längere Zeit verweilt der Rat bei zwei Beschlussanträgen. Peter Küng (SP) und Röbi Schönbächler (CVP) wollen, dass der Gemeinderat den Regierungsrat zu etwas Eile bei der Planung für das Kasernenareals antreibt, was der Rat gutheisst. Und die AL-Fraktion will, dass der Stadtrat die Verordnung über die Zusammenarbeit von Behörden im Fall von Sozialhilfemissbrauch dem Gemeinderat zum Beschluss vorlegt, was der Rat ablehnt. Beide Vorstöss sind eigentlich gegenstandslos. Im ersten Fall geht es um nichts, denn der Kanton ist alleine zuständig. Im zweiten Fall stimmt nicht einmal das Instrument: Richtig wäre eine Motion an den Stadtrat gewesen. Bemerkenswert ist höchstens, dass die SVP den AL-Vorstoss unterstützt, hätte dieser doch eine Verzögerung bei der (von der SVP vehement geforderten) Reform der Sozialhilfe zur Folge.
Endgültig stecken bleibt der Rat bei der Umzonung des Zollfreilagerareals in Albisrieden. Dass dort Hunderte von Wohnungen entstehen sollen finden eigentlich alle gut und richtig. AL und Grüne verlangen aber, dass ein Teil der Neuwohnungen als gemeinnütziger Wohnungsbau erstellt wird. Der Sinn ihres Rückweisungsantrags besteht darin, dass einerseits mehr günstiger Wohnraum entsteht, andererseits soll das neue Stadtquartier auch eine soziale Durchmischung erhalten. Linksgrün setzt sich nicht durch, logisch, wenn die Genossen und Genossinnen der SP grösstenteils mit den Bürgerlichen gemeinsame Sache machen. Grüne und AL sind wild entschlossen, gegen die Vorlage ein Referendum zu ergreifen.
